La Punt Chamues-ch

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Gemeindebericht - La Punt Chamues-ch

Zeitraum: 07.12.2019

Der Gemeindevorstand von La Punt Chamues-ch hat kürzlich folgende Geschäfte behandelt:

Gasthaus Albula Hospiz: Das Gasthaus Albula Hospiz soll ein schönes, einfaches Gasthaus für ein breites Publikum sein. Das Gasthaus soll daher für die nächsten 25–30 Jahre erneuert werden. Die Anzahl der Sitzplätze im Restaurant (circa 45 Plätze) und auf der Aussenterrasse (circa 80 Plätze) sollen etwa gleich wie bis anhin bleiben. Die Anzahl der Betten von insgesamt circa 18 bis 20 für Gäste und Personal bleibt ebenfalls wie bis anhin, sollen jedoch im Ausbau und in der Einrichtung auf die heutige Zeit angepasst werden. Eine leistungsfähige Küche und zum Haus gehörende Haustechnik müssen neu erstellt werden. Die Kosten der Sanierung des Gasthauses Albula Hospiz setzen sich wie folgt zusammen: Vorarbeiten und Erschliessung 380'000 Franken, Strasse, Parkplätze, Umgebung, Erdarbeiten und Terrasse 245 000 Franken, Gebäude 2,6 Mio. Franken, Einrichtungen 320'000 Franken, Mobiliar/Möbel 185'000 Franken, Reserve und Diverses 170'000 Franken, Gesamtsumme Erneuerung Gasthaus Albula Hospiz 3,9 Mio. Franken.

Auf Antrag der Kommission Albulaalpen beschliesst der Vorstand, das notwendige Kreditbegehren von 3,9 Mio. Franken der nächsten Gemeindeversammlung zur Annahme zu unterbreiten.

Alpgebäude Albula Hospiz: Das grosse Alpgebäude wird schon Jahrzehnte praktisch nicht mehr genutzt. Da die für einen Alpstall erforderliche Bausubstanz grösstenteils noch gut ist, sollte dieses Gebäude erhalten bleiben. Dies sollte vorerst durch die notwendigen Sanierungsmassnahmen geschehen.

Das Notdach, welches nach dem Sturmschaden Vaia im Herbst 2018 erstellt wurde, ist zu ersetzen und weitere Sturmschäden müssen noch repariert werden. Dies sollte in den nächsten zwei Jahren erfolgen. Im gleichen Zeitpunkt der «Sturm-Instandstellungsarbeiten» würde es auch Sinn machen, das ganze Gebäude im Aussenbereich instand zu stellen. Die Kostenschätzung der Alp Albula Hospiz setzt sich wie folgt zusammen: Vorarbeiten und Erschliessung 20'000 Franken, Gebäude 220'000 Franken, Reserve und Diverses 10'000 Franken, Gesamtsumme Erneuerung Alp Albula Hospiz 250'000 Franken.

Der Vorstand beschliesst, den entsprechenden Betrag der nächsten Gemeindeversammlung zur Annahme zu unterbreiten.

Wärmeverbund Energie 360 Grad: Energie 360 Grad ist ein schweizweit tätiger Energiedienstleister mit starkem Fokus auf erneuerbaren Energien. Er hat im Gebiet von Truochs ein Potential für einen Wärmeverbund identifiziert, der wirtschaftlich betrieben werden kann. Energie 360 Grad ist daher auf die Gemeindebehörde zugegangen, um deren Unterstützung für einen Wärmeverbund im Areal Truochs/La Resgia zu gewinnen. Die Politische Gemeinde La Punt Chamues-ch baut dort nämlich drei Wohn- und Geschäftshäuser mit gesamthaft zehn Wohnungen und Gewerberäumlichkeiten und ist ein wichtiger Kunde für den Wärmeverbund. Der Gemeindevorstand hat im Herbst 2018 entschieden, Energie 360 Grad bei der Entwicklung eines möglichen Energienetzes für La Punt zu unterstützen und damit den Einsatz von erneuerbaren Energien auf dem Gemeindeverbund zu fördern. Ziel von Energie 360 Grad ist die Realisierung eines Wärmeverbundes auf regenerativer Basis im definierten Perimeter. Die Gemeinde unterstützt dieses Ziel und wird nach Möglichkeit dazu beitragen, dass das Projekt realisiert werden kann. Energie 360 Grad hat sich nun zur Realisierung des Wärmeverbundes entschieden und plant, erstellt, finanziert und betreibt den Wärmeverbund auf eigenes Risiko.

Anlässlich der Vorstandssitzung vom 4. März wurde ein entsprechender Zusammenarbeitsvertrag genehmigt. In der Zwischenzeit hat Energie 360 Grad die technischen Anschlussbedingungen, die Anschluss-/Lieferbedingungen, die Wärmepreisordnung und die diversen Wärmelieferungsverträge ausgearbeitet. Es handelt sich dabei um Verträge mit der Gemeinde über eine Dauer von 30 Jahren. Die Verträge wurden bereits aufgrund der Beurteilung durch die spezialisierte Firma Enastra AG, Zürich, angepasst. Ebenfalls wurden die Verträge von Vladimir Prochaska beurteilt, wobei diverse Schwachpunkte erkannt worden sind. Nach Beurteilung der Sachlage und nach erneuter Anpassung der Verträge beschliesst der Vorstand, alle vorliegenden Verträge zu genehmigen.

Jugendarbeit: Im Jahr 2017, auf Anfang Schuljahr 2017/18, wurde erstmals ein Jugendarbeiter im Auftrage der vier Plaiv-Gemeinden eingesetzt. Der Vertrag wurde auf drei Jahre befristet abgeschlossen. Neu untersteht die Jugendarbeit dem Schulrat der La Plaiv. Der Schulrat hat das letzte halbe Jahr eruiert, ob diese Jugendarbeit überhaupt angekommen ist und von den Jugendlichen genutzt wurde. Aufgrund dieser Abklärungen haben der Schulrat La Plaiv und die Verantwortlichen beschlossen, die Jugendarbeit nicht mehr weiterzuführen. Der Vorstand entscheidet daher, auf eine Weiterführung der Jugendarbeit zu verzichten.

Festsetzung der nächsten Gemeindeversammlung und deren Traktanden: Das Datum für die nächste Gemeindeversammlung wird auf Freitag, 20. Dezember, 20.15 Uhr, festgesetzt. Anlässlich dieser Versammlung werden das Budget 2020 inklusive Festsetzung des Steuerfusses, die Sanierung des Gasthauses Albula Hospiz und die Instandstellung des Alpgebäudes Albula Hospiz behandelt.

Diverse Beiträge: Folgende Vereine und Anlässe werden finanziell unterstützt: Club da Skiunzs Zuoz, Giuventüna La Punt Chamues-ch, Spezialfonds der Kaufmännischen Berufsschule Oberengadin. (un)


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