St. Moritz

Infos

Gemeindebericht - St. Moritz

Zeitraum: 1. bis 31. Mai 2019

Tätigkeitsbericht des Gemeindevorstandes für die Zeit vom 1. bis 31. Mai 2019: In der Berichtsperiode hat der Gemeindevorstand gesamthaft 62 traktandierte Geschäfte behandelt. Alle 10 Baugesuche wurden genehmigt.

Gemeinde St. Moritz – neues Corporate Design: Die Engadin St. Moritz Tourismus AG (ESTM AG) informiert über die Zwei-Marken-Strategie der ESTM AG und den entsprechenden Auftritt mit den beiden Marken St. Moritz und Engadin. Gemäss den Nachforschungen sei die Gemeinde St. Moritz die erste und einzige touristische Gemeinde, welche nun den Weg, Tourismus und Gemeinde treten vereint unter einem Logo auf, eingeschlagen habe. Das sei einzigartig, und St. Moritz übernehme erneut eine Vorreiterrolle. Aus Sicht des Gastes und des Kunden gebe es nur ein St. Moritz. Demzufolge sei der Auftritt von St. Moritz mit einer Marke der richtige Weg. Des Weiteren werden die konkreten Umsetzungsvorschläge des neuen Corporate Designs anhand der Briefschaften (Gegenüberstellung alt/neu) vorgestellt. Der Umsetzungszeitpunkt soll auf den 1. Juli 2019 erfolgen. Der Gemeindevorstand zeigt sich erfreut von den Vorschlägen und beschliesst Folgendes: Die Umstellung der Gemeindeverwaltung und der Gemeindeschule auf das neue Corporate Design erfolgt auf den 1. Juli 2019. Die Kommunikation an die Öffentlichkeit und Medien erfolgt durch die Abteilung Tourismus. An der Sitzung des Gemeinderates am 27. Juni 2019 sollen Gerhard Walter (über die Anwendung der Marken St. Moritz und Engadin) und Fabrizio d’Aloisio (zur Umsetzung und Anwendung der Marke St. Moritz innerhalb der Gemeindeverwaltung) informieren. Die Kanzlei und die Abteilung Tourismus werden beauftragt, die Offerten für die bis Juli 2019 entstehenden Kosten einzuholen und beim Gemeindevorstand zu beantragen. Weitere Aufwendungen und Anpassungen in den Abteilungen (beispielsweise an Materialien, Fahrzeugen, Uniformen der Gemeindepolizei etc.) werden in den Budgetprozess für das Jahr 2020 aufgenommen.

Nova Fundaziun Origen – Unterstützungsbeitrag an «Mulegns retten»: Das Gesuch der Nova Fundaziun Origen, Mulegns zu retten, wird unter dem Vorbehalt, dass das Projekt auch zustande kommt, mit einem einmaligen Beitrag von 25'000 Frankenunterstützt. Der Betrag wird dem Konto 5920 Hilfsaktionen 3636.13 Hilfsaktionen, Unterstützungen verrechnet.

Talabfahrten St. Moritz Bad/ St. Moritz Dorf – Stand des Projektes/ Möglichkeiten/weiteres Vorgehen: Das Bauamt präsentiert die Varianten der Talabfahrt St. Moritz Bad. Die Variante mit zwei Überführungen der Piste wird vom Gemeindevorstand nicht bevorzugt und soll nicht weiterverfolgt werden. Die Variante Unterquerung der Via Somplaz und Überquerung der Via Chavallera wird vom Bauamt präferiert. Der Gemeindevorstand wünscht zusätzlich die Präsentation einer Variante mit zwei Unterführungen. Das Bauamt zeigt auf, dass die Kosten für den Aushub für eine solche Variante rund zehn Meter unter der Höhenkote der Via Somplaz zu liegen käme. Zudem wünscht der Gemeindevorstand ebenfalls eine weitere Variante, bei welcher die heutige bestehende Situation optimiert wird.

Des Weiteren wird über die Zonenkonformität der Piste und die möglichen Kosten für den Eingriff im Raum Via Somplaz / Via Chavallera diskutiert. Zudem präsentiert das Bauamt eine neue Variante betreffend Talabfahrt St. Moritz Dorf. Auch steht die Grundsatzfrage des Bauamtes im Raum, welche Priorität der Gemeindevorstand der Talabfahrt St. Moritz Bad und der Talabfahrt Dorf beimisst. Der Gemeindevorstand beschliesst das folgende weitere Vorgehen: Es soll eine Variante Optimierung der heute bestehenden Situation ausgearbeitet werden; die Varianten sollen weiter präzisiert werden und dazu Kostenschätzungen im Bereich plus/minus 15 Prozent vorliegen; die neue Variante betreffend Talabfahrt St. Moritz Dorf soll ebenfalls detaillierter abgeklärt werden; der Gemeindevorstand erachtet beide Talabfahrten als sehr wichtig, und sie sollen weiterhin mit erster Priorität behandelt werden. Das Bauamt wird das Geschäft bei Vorliegen der Abklärungen erneut dem Gemeindevorstand präsentieren.

Official St. Moritz Shop – Umsetzung Integration in i-Lounge: Die Umsetzung der Integration des St. Moritz Shops des Kur- und Verkehrsvereins St. Moritz (KVV) und der Engadin St. Moritz Tourismus AG (ESTM AG) in die Gästeinformationsstelle Dorf (bestehende i-Lounge) wird wie folgt genehmigt: Die Arbeiten für den Umbau (bauliche Massnahmen) können ausgelöst werden; die zusätzlichen personellen Ressourcen (25'000 Franken, 100 % während sechs Monaten) werden nicht bewilligt; diese Aufwände sollen vorerst mit dem bestehenden Personal abgedeckt werden; die Zusammenarbeit mit dem KVV soll in einer schriftlichen Vereinbarung geregelt werden. Zudem wird die Abteilung Tourismus beauftragt, dem Gemeindevorstand und später dem Gemeinderat aufzuzeigen, ob mit der Übernahme der St. Moritzer Gästeinformationsstellen Dorf und Bahnhof durch die Gemeinde von der ESTM AG die Kosten effektiv neutral geblieben sind, gestiegen sind oder abgenommen haben, dazu weiter, welche ersten Erfahrungen und Erkenntnisse nach rund eineinhalb Jahren gezogen worden sind.

Nadja Kälin – Unterstützungsbeitrag: Der Gemeindevorstand genehmigt der St. Moritzer Langläuferin Nadja Kälin einen Unterstützungsbeitrag von 5000 Franken, sofern sie für den Skiclub Alpina St. Moritz läuft. Zudem soll durch die Abteilung Tourismus ein Konzept erarbeitet werden, wie die Förderung von jungen St. Moritzer Sporttalenten unterstützt werden kann.

Verein La Müdeda – Gesuch um Nutzung der Morvenhütte: Das Gesuch des Vereins La Müdeda die Nutzung der Morvenhütte als Vereinslokal betreffend wird mit den Auflagen des Bauamtes sowie mit einigen Präzisierungen bewilligt. Für die Nutzung muss eine Nutzungsvereinbarung (mit Sinn und Zweck der Nutzung) vorliegen. Die Möglichkeit, die Nutzung vertraglich mittels «Leihevertrag» zu regeln, soll geprüft werden. Die Nutzung wird als Vereinslokal und nicht als Partylokal definiert und vorerst für eine Testphase auf den 30. April 2020 beschränkt. Zudem hat der Verein seine Statuten noch einzureichen.

Academia Engiadina – Polysportives Sommercamp Langlauf & Biathlon Trysil/NOR: Dem Gesuch der Academia Engiadina auf einen Unterstützungsbeitrag des polysportiven Sommercamps Langlauf & Biathlon vom 22. bis 28. August 2019 in Trysil, Norwegen, wird mit 125 Franken pro St. Moritzer Kind entsprochen. Insgesamt spricht der Gemeindevorstand einen Betrag über 250 Franken, da zwei St. Moritzer Kinder am Lager teilnehmen.

Naturlager Samonaki Sommer 2019 – Bewilligung und Unterstützungsbeitrag: Das Gesuch zur Benutzung von öffentlichem Grund und somit zur Durchführung des Naturlagers Samonaki Sommer 2019 vom 5. bis 16. August 2019 wird mit den Auflagen des Bauamtes bewilligt. Der Gemeindevorstand ist zudem bereit, das zusätzliche Gesuch um einen Unterstützungsbeitrag (Beitrag pro St. Moritzer Kind) zu prüfen, wenn ihm das detaillierte Budget des Naturlagers noch zugestellt wird.

Gesamtrevision der Ortsplanung – Öffentlicher Workshop vom 19. Juni 2019: Der Ortsplaner und das Bauamt präsentieren den aktuellen Stand betreffend Prozess Gesamtrevision der Ortsplanung und kommunales räumliches Leitbild (KRL). Die Präsentation dient auch der Vorbereitung zum öffentlichem Workshop vom 19. Juni 2019. Der Gemeindevorstand gibt sein Einverständnis und somit die Freigabe der vorliegenden Präsentation für den Workshop.

Sailing Champions League – Bewilligung: Das Gesuch des Vereins Sailing Events St. Moritz zur Durchführung des Anlasses Sailing Champions League am und auf dem St. Moritzersee vom 15. bis 18. August 2019 wird mit den Auflagen der Gemeindepolizei und des Bauamtes genehmigt.

Mondiana Show Jumping Festival 2020 – Auflagen und Bewilligung: Die Mondiana AG beantragt die Bewilligung zur Durchführung des Anlasses Mondiana Show Jumping Festival vom 24. bis 29. März 2020 im Kulmpark mit angepasstem Konzept und neuen Unterlagen. Der Anlass ist im Winter auf einer Sandunterlage geplant und passt darum nicht in die Strategie von St. Moritz Tourismus. Der Gemeindevorstand beschliesst, den Anlass finanziell nicht zu unterstützen. Die Auflagen der Gemeinde zum Anlass wurden bereits im September 2018 definiert und der Mondiana AG kommuniziert. Die neuen Konzepte und Unterlagen der Mondiana AG erfüllen diese Auflagen weiterhin nicht. So fehlen vor allem Absichtserklärungen bzw. Zusagen von Sponsoren. Der Gemeindevorstand ist aber weiterhin bereit, die Bewilligung des Anlasses zu prüfen, sobald alle geforderten Unterlagen vorliegen und die Finanzierung sichergestellt ist.

Schiessanlage Dimlej – Mitbenutzung Gemeinde Silvaplana: Der Vertrag über die Mitbenutzung der Schiessanlage Dimlej in St. Moritz zwischen der Gemeinde St. Moritz und der Gemeinde Silvaplana wird genehmigt und zur Unterzeichnung zuhanden der Gemeinde Silvaplana verabschiedet. Im Vertrag wird geregelt, dass Einwohner der Gemeinde Silvaplana berechtigt sind, in der Schiessanlage Dimlej unter denselben Voraussetzungen und Bedingungen wie die Einwohner der Gemeinde St. Moritz das obligatorische Bundesprogramm und die notwendigen Schiessübungen durchzuführen sowie den Schiesssport auszuüben. Die Gemeinde Silvaplana beteiligt sich mit einer jährlichen Pauschale von 15 000 Franken an den Betriebskosten der Schiessanlage Dimlej.

Brücke Via Aruons – Zustandsanalyse und Massnahmen: Im 2019 führt das Bauamt die letzte Etappe zur Überprüfung der Brücken in St. Moritz durch. Das Bauamt führt aus, dass die bisherigen Erkenntnisse kaum besser als diejenigen der vergangenen Jahre sind. Bereits im Rahmen der Überprüfung der ersten Brücke mussten gravierende Schäden festgestellt werden. Beim Objekt Brücke Via Aruons handelt es sich um die bestehende Brücke, welche den Ovel da Laret überspannt. Teile des Tragwerkes haben derart schwere Schäden, dass diese der Zustandsklasse 5 (alarmierend) zugeordnet werden müssen. Gegenwärtig ist die Brücke für die Nutzung von Fahrzeugen bis zu einem Gesamtgewicht von 32 Tonnen freigegeben. Das Bauamt beantragt, die Brücke auf ein maximal zulässiges Höchstgewicht von 3,5 Tonnen zu signalisieren. Zudem beantragt das Bauamt, sofort ein Sanierungskonzept mit Kostenschätzung auszuarbeiten, um die Sanierung der Brücke bereits im 2020 oder dann im 2021 umzusetzen. Die beiden Anträge des Bauamtes werden genehmigt. Die Investition soll im Budget 2020 aufgenommen werden.

Schulhaus Dorf und Gutbetrieb Meierei – sicherheitstechnische Nachrüstung: Die sicherheitstechnische Nachrüstung des Dachs des alten Schulhauses (Kosten von rund 12'000 Franken) und des Dachs des Gutsbetriebes Meierei (Kosten von rund 10'600 Franken) wird genehmigt. (gv)


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