Samedan

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Gemeindebericht - Samedan

Zeitraum: 2021 - Bericht Nr. 6

Vorabklärungen für die Erweiterung der Gewerbezone Cho d’Punt

Die Positionierung von Samedan als Gewerbezentrum des Oberengadins ist im Legislaturprogramm 2021-2024 als strategisches Ziel festgelegt. Damit verbunden sind eine Nutzungsintensivierung und die Verfügbarmachung von Bauland für die Ansiedlung von Unternehmen. Weil die Reserven nahezu ausgeschöpft sind, ist eine bedarfsgerechte Erweiterung der Gewerbezone Cho d’Punt anzustreben. Im Zuge der letzten Revision des eidgenössischen Raumplanungsgesetzes und der darauffolgenden Umsetzung auf kantonaler Ebene sind die Anforderungen an die Ausscheidung neuer Bauzonen nochmals deutlich gestiegen. So ist der Bedarf für die Ausscheidung neuer Arbeitszonen sowohl aus örtlicher als auch aus regionaler Perspektive nachzuweisen und die dafür geeigneten Gebiete sind aufzuzeigen. Ein Variantenstudium der möglichen Einzonungsflächen ist daher unumgänglich. Der Gemeindevorstand will die erforderlichen Vorabklärungen zeitnah an die Hand nehmen hat dafür einen Kredit von CHF 6'500 freigegeben.

Beitrag Sanierungsprojekt Lehrlingshaus Engiadina

Das Lehrlingshaus Engiadina in Samedan ist seit 50 Jahren ein wichtiger Bestandteil der Ausbildungslandschaft im Oberengadin. Die Gebäudestruktur ist nicht mehr auf dem neusten Stand und wird den veränderten Bedürfnissen nicht mehr gerecht. Das Haus muss deshalb saniert und an die heutigen Ansprüche angepasst werden. Dies soll in den Jahren 2022-2024 erfolgen. Die Kosten von CHF 4.6 Mio. werden zu 50% vom Kanton Graubünden mitfinanziert, sofern die Restfinanzierung von CHF 2.3 Mio. sichergestellt ist. Vor diesem Hintergrund ersucht das Lehrlingshaus Engiadina die Südbündner Gemeinden um eine finanzielle Unterstützung des Vorhabens. Ziel ist die Finanzierung von CHF 1.5 Mio. durch die Gemeinden der Regionen Maloja, Engiadina bassa/Val Müstair und Bernina. Das Lehrlingshaus ist sowohl für die Auszubildenden als auch für die Region Oberengadin bedeutsam. Der bezahlbare und betreute Wohnraum ermöglicht es den Jugendlichen, eine Lehre im Oberengadin zu absolvieren. Die einheimischen Betriebe können ihre Lehrstellen besetzen, qualifiziertes Fachpersonal für die Zukunft ausbilden und damit Arbeitsplätze erhalten. Der Gemeindevorstand ist überzeugt, dass der Betrieb des Lehrlingshauses Engiadina langfristig gesichert werden muss und dass das geplante Umbau- und Sanierungsprojekt die notwendige Basis dafür legt. Er möchte deshalb das Vorhaben mit einem Betrag von CHF 125'000 zu unterstützen. Die Mitfinanzierung erfordert einen Kreditbeschluss seitens der Gemeindeversammlung. Die Absichtserklärung erfolgt demnach unter dem Vorbehalt der Kreditgenehmigung durch die Gemeindeversammlung. Das entsprechende Kreditbegehren wird aller Voraussicht nach im Dezember 2021 den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern unterbreitet.

Teilrevision der Ortsplanung «Spital»

Für die erfolgreiche Bewältigung der künftigen Herausforderungen des dezentralen Gesundheitsversorgungssystems muss sich das Spital Oberengadin im Sinne eines Gesundheitszentrums baulich weiterentwickeln können. Mit der am 19. Juli 2020 von der Gemeindeversammlung beschlossenen Teilrevision der Ortsplanung hat die Gemeinde Samedan die raumplanerischen Voraussetzungen dafür geschaffen und eine Fläche von 3'400 m2 in die Zone für öffentliche Bauten eingezont. Einzonungen müssen gemäss den Bestimmungen des kantonalen Raumplanungsgesetzes mit gleichwertigen Auszonungen kompensiert werden. Im Gegenzug wird deshalb die nördlich des Spitals gelegene Zone für öffentliche Bauten verkleinert und ein Teil davon der Landwirtschaftszone zugewiesen. Die Restkompensation erfolgt im Gebiet Surpunt, indem eine Fläche von 2‘200 m2 aus der Zone für öffentliche Bauten entlassen und dem übrigen Gemeindegebiet zugeteilt wird. Insgesamt resultiert somit eine flächengleiche Ein- und Auszonung der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen. Die Regierung des Kantons Graubünden hat die angepassten Zonenpläne «Spital» und «Surpunt» mit Beschluss vom 4. Mai 2021 genehmigt.

Sofortmassnahmen zur Dorfverschönerung

Dem Gemeindevorstand ist die einladende und gepflegte Gestaltung der öffentlichen Aussenräume ein Anliegen. Die Event- und Tourismuskommission ETK wurde beauftragt, Ideen und Vorschläge dafür einzubringen. Der Gemeindevorstand hat das entsprechende Massnahmenpaket der ETK zur Kenntnis genommen und die erforderlichen Mittel in der Höhe von CHF 9'500 für dessen Umsetzung freigegeben. Vorgesehen ist unter anderem Blumenschmuck an den Ortseingängen und bei allen Dorfbrunnen. Die Umsetzung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Blumengeschäft Malgiaritta. Zudem wird die Via Retica saisonal beflaggt.

Pensenplan der Gemeindeschule für das Schuljahr 2021/2022

Im Hinblick auf den bevorstehenden Beginn des Schuljahres 2021/2022 hat die Schulkommission kürzlich den Pensenplan der Gemeindeschule zuhanden des Gemeindevorstandes genehmigt. Die Gesamtzahl der Schülerinnen und Schüler hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 267 auf 253 reduziert. Da nur 15 Kinder in den Kindergarten eintreten werden und 17 Kinder den zweiten Kindergarten besuchen, werden zwei anstelle von drei Kindergärten geführt. In der Primarschule bleibt es bei 11 Klassen. In der Oberstufe werden 3 Real- und 3 Sekundarklassen geführt. Die Unterrichtspensen verteilen sich auf 44 Lehrkräfte und werden durch 2'695 Stellenprozente abgedeckt. 8 Lehrpersonen verlassen die Gemeindeschule auf Ende Schuljahr 2020/2021 und werden durch 8 neue, bereits gewählte Lehrerinnen und Lehrer ersetzt. Der Gemeindevorstand hat den Pensenplan im zustimmenden Sinne zur Kenntnis genommen.

Provisorische Kurzzeit-Stellplätze für Wohnmobile

Die aktuelle Situation lässt vermuten, dass auch im kommenden Sommer viele Menschen ihre Ferien in der Schweiz verbringen werden. Wiederum hoch im Kurs werden sehr wahrscheinlich Campingferien sein. Die Ferienregionen Engadin und damit auch die Gemeinde Samedan werden mit diesem Campingboom möglicherweise vor grössere Herausforderungen gestellt. Der Gemeindevorstand hat sich auf dieses Szenario vorbereitet und schnell realisierbare Massnahmen zur Schaffung von zusätzlichen Stellplätzen für Wohnmobile geprüft. Ziel ist es, Wohnmobiltouristen im Bedarfsfall Plätze zur Verfügung zu stellen, auf denen umweltgerecht und legal übernachtet werden kann. Diese Kurzzeit-Stellplätze kommen zum Zug, wenn die Kapazitäten der örtlichen Campingplätze ausgelastet sind und werden in Absprache und in Zusammenarbeit mit den Campingbetreibern angeboten.

17. Mai 2021, Pre


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