Samedan

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Gemeindebericht - Samedan

Zeitraum: 2022 - Bericht Nr. 5

Erweiterung der Wirtschaftszone Cho d’Punt in der Vorprüfung

Das Gebiet Cho d’Punt hat sich als Zentrum für Detailhandel, Gewerbe und Dienstleistung im Oberengadin positioniert. Es ist die grösste und bedeutendste Wirtschaftszone im Engadin. Entsprechend ist das Gewerbegebiet Cho d’Punt im kantonalen Richtplan Graubünden als Arbeitsgebiet von kantonaler Bedeutung festgesetzt. Mit der Eröffnung des Einkaufzentrums «Porta Samedan» wurde der Arbeitsstandort Cho d’Punt zusätzlich belebt, die Attraktivität weiter erhöht und die publikumsorientierte Nutzung gestärkt. Die geplante Weiterentwicklung des Regionalflughafens Samedan und weitere substanzielle Projekte werden zusätzliche positive Dynamik in der Wirtschaftszone Cho d’Punt auslösen. Samedan wird als Wirtschaftszentrum des Oberengadins weiter an Bedeutung gewinnen. Da die Baulandreserven ausgeschöpft sind, braucht es für die weitere Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Samedan zusätzliche Zonen für Gewerbeflächen. Der Regionale Richtplan Oberengadin sieht als potentielle Erweiterungsflächen die Gebiete Pitent und Sudedas vor. Der Gemeindevorstand hat die dafür erforderliche Teilrevision der Ortsplanung in die Wege geleitet und dem kantonalen Amt für Raumentwicklung zur Vorprüfung eingereicht.

Zustimmung zur Erweiterung des Flugplatzperimeters

Die Engadin Airport AG hat dem Bundesamt für Zivilluftfahrt ein Plangenehmigungsgesuch für den Ersatz und die Erweiterung der Infrastruktur am Regionalflughafen Samedan eingereicht. Das im Gesuch enthaltenen Parkierungskonzept befindet sich ausserhalb des Flugplatzperimeters gemäss Sachplan Infrastruktur Luftfahrt (SIL). Voraussetzung für die Bewilligungsfähigkeit ist deshalb eine Anpassung des SIL. Interessenkonflikte mit den umgebenden Nutzungen oder erhebliche Auswirkungen auf Raum und Umwelt sind nicht zu erkennen. Der Gemeindevorstand hat deshalb gegen die Anpassung des SIL und der darin beantragten Erweiterung des Flugplatzperimeters im Rahmen der Vernehmlassung keine Einwände vorgebracht. Die Kompetenz zur abschliessenden Genehmigung liegt beim Bundesrat.

Pensenplan der Gemeindeschule für das Schuljahr 2022/2023 genehmigt

Die Schulkommission hat kürzlich den Pensenplan der Gemeindeschule für das Schuljahr 2022/2023 zuhanden des Gemeindevorstandes genehmigt. Die Gesamtzahl der Schülerinnen und Schüler hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 253 auf 263 erhöht. Gestiegen ist auch die Anzahl Kindergartenkinder, so dass wieder drei Kindergärten geführt werden. In der Primarschule bleibt es bei 10 Klassen. In der Oberstufe werden 3 Real- und 3 Sekundarklassen geführt. Die Unterrichtspensen verteilen sich auf 41 Lehrkräfte und werden durch 2'748 Stellenprozente abgedeckt. Die Kennzahl «Stellenprozente pro Schüler/Schülerin» beträgt 10.45. 4 Lehrpersonen verlassen die Gemeindeschule auf Ende Schuljahr 2021/2022, 3 Lehrpersonen stossen neu dazu. Der Gemeindevorstand hat den Pensenplan im zustimmenden Sinne zur Kenntnis genommen.

Einsatz von lokalen Naturgefahrenberatern

Unwetterschäden können begrenzt werden, wenn vor Ort frühzeitig und richtig gehandelt wird. Im Rahmen des lokalen Naturgefahrenmanagements bilden das Amt für Wald und Naturgefahren (AWN) und das Amt für Militär und Zivilschutz (AMZ) seit 2013 lokale Naturgefahrenberater aus. Diese beobachten in ihrer Gemeinde das Wetter, beurteilen die Naturgefahrensituation und warnen die Behörden vor gefährlichen Entwicklungen. Im Ereignisfall beraten sie den Gemeindeführungsstab und die Feuerwehr. Es handelt sich in der Regel um Revierförster, Werkmeister oder private Sachverständige. Als lokale Naturgefahrenberater für die Gemeinde Samedan wurden Corado Vondrasek, Revierförster, und Beat Padrun, Werkmeister, bestimmt. Nachdem die angebotenen Ausbildungskurse besucht sowie die Zuständigkeiten und Verantwortungen in einem Pflichtenheft geregelt wurden, hat das AWN das Samedner Modell genehmigt.

Auftragsvergaben

Gestützt auf die Bestimmungen der kantonalen und kommunalen Submissionsgesetzgebung wurden folgende Aufträge an den jeweils wirtschaftlich günstigsten Anbieter vergeben: Strassenunterhaltsarbeiten im Siedlungsgebiet an die Firma Walo Bertschinger AG, Samedan, für CHF 260'000; Sanierung der Bushaltestellen Quadratscha, Sper l’En und Spital gemäss Behindertengleichstellungsgesetz an die Firma Walo Bertschinger AG, Samedan, für CHF 77'187; Projektierung und Planung Sanierung Bushaltestellen gemäss Behindertengleichstellungsgesetz an das Ingenieurbüro AFRY Schweiz AG, St. Moritz, für CHF 49'437; Sanierung Mauerwerk Alp Muottas Kulm an die Firma Niggli Bau, Samedan, für CHF 26'207.

(Pre)


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