23.01.2026

Mitfinanzierung des Projektes zur Sicherung der Spitalversorgung


Zur Sicherstellung der künftigen Gesundheitsversorgung im Oberengadin beteiligt sich die Gemeinde Samedan an den Projektkosten für die Ausarbeitung einer Nachfolgelösung des Spitals Samedan. Hintergrund ist die drohende Schliessung des Spitals infolge der finanziellen Situation der Stiftung Gesundheitsversorgung Oberengadin (SGO). Gemeinsam mit dem Kantonsspital Graubünden und der Klinik Gut AG wird derzeit ein tragfähiges Modell für den Weiterbetrieb eines Akutspitals ab April 2026 erarbeitet. Das Projekt bildet die Grundlage für die im ersten Quartal 2026 geplanten Abstimmungen zur künftigen Organisation der Gesundheitsversorgung in der Region. Die Gesamtkosten für die Konzept- und Projektarbeiten belaufen sich auf rund CHF 500’000 und werden von den Gemeinden der Gesundheitsversorgungsregion Oberengadin getragen. Der Anteil der Gemeinde Samedan beträgt gemäss Regionenschlüssel CHF 62’500.

Kostenbeteiligung am Aufbau der Nachfolgeorganisation Alterszentren und Spitex


Die SGO betreibt nebst dem Spital auch die Alterszentren und die Spitex. Nach der Ablehnung der Leistungsvereinbarung für den Spitalbetrieb ist nebst der Finanzierung des Spitals ab Anfang 2026 auch der Betrieb der Alterszentren und der Spitex nicht mehr gesichert. Im Rahmen der Nachlassstundung sollen die Alterszentren und die Spitex in eine neue öffentlich-rechtliche Organisation überführt werden. Damit die Übernahme per 1. April 2026 erfolgen kann, sind vorbereitende Arbeiten notwendig, welche bereits im Dezember 2025 eingeleitet wurden. Dazu haben die beteiligten Gemeinden eine einfache Gesellschaft gegründet, welche die organisatorischen und administrativen Vorarbeiten leistet. Die Kosten für diese Vorbereitungen belaufen sich auf insgesamt CHF 430’000 und werden nach dem Regionenschlüssel aufgeteilt. Der Anteil der Gemeinde Samedan beträgt CHF 53’800. Der Gemeindevorstand hat der Mitfinanzierung zugestimmt.

FIS Freestyle WM 2025: Gemeinde Samedan leistet keine Sanierungsbeiträge


Die FIS Freestyle WM 2025 weist nach dem provisorischen Abschluss eine Liquiditätsunterdeckung auf. Die Organisatoren haben deshalb bei den Gemeinden der Region Maloja weitere Finanzierungsbeiträge angefragt. Im Dezember 2020 hatten die Stimmberechtigen von Samedan einen anteilsmässigen Beitrag von CHF 520'000 am Gesamtbetrag der Oberengadiner Gemeinden in der Höhe von 4 Mio. genehmigt. Ergänzend dazu stellte der Veranstalter im September 2024 der Region ein Gesuch um eine Defizitgarantie von CHF 2 Mio., was bereits damals vom Gemeindevorstand abgelehnt wurde. Der Gemeindevorstand hält zusätzliche Zahlungen für die Sanierung als nicht vertretbar. Dies würde ordnungspolitisch falsche Signale senden, Fehlanreize für künftige Events schaffen und eine unfaire Ungleichbehandlung gegenüber anderen Veranstaltern darstellen. Der Gemeindevorstand anerkennt durchaus die organisatorische Leistung bei der Durchführung der Weltmeisterschaft, betont aber gleichzeitig, dass die Verantwortung für die Finanzplanung und das Defizit beim Veranstalter liegt. Die öffentliche Hand soll nicht mit Steuergeldern als nachträglicher «Rettungsinvestor» für Grossanlässe auftreten. Die Gemeinde Samedan hat ihre Rolle als zuverlässige Unterstützerin des Anlasses wahrgenommen. Der geleistete Beitrag von CHF 520'000 wird als fair und angemessen betrachtet.

Revision der Geschäftsordnung für den Gemeindevorstand und die Geschäftsleitung


Die Geschäftsordnung wurde überarbeitet und den aktuellen Gegebenheiten angepasst. Gleichzeitig wurden zusätzliche Kompetenzen von politisch, strategisch und finanziell untergeordneter Bedeutung an die Geschäftsleitung delegiert. Dies entspricht dem Grundsatz der Trennung von strategischen und operativen Aufgaben. Der Gemeindevorstand wird dadurch entlastet und kann sich vermehrt wichtigen strategischen und politischen Aufgaben widmen. Die Anpassungen ermöglichen kürzere Entscheidungswege, schnellere Abläufe und effizientere Prozesse. Entsprechende Geschäfte können damit flexibler und ohne unnötige Verzögerung behandelt werden.

Beiträge an Veranstaltungen


Die Gemeinde Samedan unterstützt diverse kulturelle und sportliche Anlässe, die einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der regionalen Kultur- und Sportlandschaft und zur Tourismusförderung leisten. Dazu gehören der Olympia Bobrun, der Langlaufevent «La Diagonela», die Südbündner Landwirtschaftsausstellung «Agrischa» in Zernez, der Engadin Skimarathon sowie eine Buchpublikation der einheimischen Autorin Nina Dazzi Andry. Mit der Mitfinanzierung dieser Veranstaltungen und Projekte möchte die Gemeinde Samedan die Attraktivität des Oberengadins als touristische Destination erhöhen und lokale Vereine und Veranstalter bei der Umsetzung hochwertiger Events unterstützen. Einige der Beiträge kompensieren die bisherige Förderung von sogenannten «Diamond Events» durch die regionale Tourismusorganisation.

Vergabe von Aufträgen


Gestützt auf die Bestimmungen der Submissionsgesetzgebung wurden folgende Aufträge an den Anbieter mit dem jeweils vorteilhaftesten Angebot vergeben: Lieferung Pneulader Kramer 8115 an die Garage Planüra AG, Samedan, für 147'276; Lieferung Kommunalfahrzeug Kubota STV 40 mit Schneefräse an die Garage Planüra AG, Samedan, für CHF 108'951; Gestaltung Aussenanlagen Gemeindeschule Puoz, Ausführungsplanung Etappen 2 und 3 an das Planungsbüro Wegmüller, Klosters, für CHF 79'440; Gestaltung Aussenanlagen Gemeindeschule Puoz, Lieferung Spielplatz an die Spielart GmbH, DE-Hörsel, für CHF 68'000; Gestaltung Aussenanlagen Gemeindeschule Puoz, Lieferung Sitzmobiliar an die GTSM Magglingen AG, Regensdorf, für CHF 53'341; Wartung und Kontrolle Schieber Wasserversorgung an die Hawle Armaturen AG, Sirnach, für CHF 23'349.

Erteilte Baubewilligungen


STWEG Chesa Pulfer, Parzelle Nr. 1422, Surtuor, Neubau Dachlukarnen und Dachflächenfenster; Carlo Boatti, Parzelle Nr. 1423, Punt Muragl, Umnutzung einer touristisch bewirtschafteten Wohnung in eine Erstwohnung; REGA, Parzelle Nr. 1341, Plazza Aviatica, Grundwasserkonzession für den Betrieb einer Wärmepumpe für den Ersatzneubau der Einsatzbasis; STWEG Residenz Quadratscha, Parzelle Nr. 1616, Grundwasserkonzession für den Betrieb einer Wärmepumpe. Das Baugesuch der Swisscom (Schweiz AG) betreffend Neubau einer Mobilfunkanlage auf der Parzelle Nr. 206 in Promulins wurde von der Gesuchstellerin zurückgezogen und in der Folge als gegenstandslos abgeschrieben. Zudem wurde ein Gesuch um Abgeltung der Hauptwohnungsverpflichtung mittels Ersatzabgabe bewilligt. Die Gemeinde wünscht allen Bauherrschaften viel Erfolg bei der Umsetzung ihrer Projekte und bedankt sich für die Einhaltung der baurechtlichen Vorgaben.

(Pre)