Ich bin zum Glück in einem Alter, wo der Jahreswechsel eher dem gemütlichen Gang zum Bäcker gleicht, als einer lauten, feuchtfröhlichen Fete. Was heuer auch einfach kuschelig auf dem Sofa und im Halbschlaf vor der Flimmerkiste hätte vonstatten gehen können, kam bös anders, nämlich in Form eines unsäglich langen und heftigen Feuerwerks, welches ohrenbetäubend durch die Gassen dröhnte und viel Feinstaub, Gestank und Abfall hinterliess. Was habe ich mich darüber aufgeregt! Nicht meines Schönheitsschlafes wegen, nein, und Haustiere habe ich auch keine, aber für schlechte Vibes reichen mir in aller Regel die täglichen Nachrichtensendungen. Erst recht jene des Neujahrsmorgen. Wann endlich tut es meine Gemeinde – immerhin das Tor zum Nationalpark – anderen Gemeinden im Engadin gleich und verhängt ein Feuerwerksverbot? Ich versteh’s nicht.
Immerhin hat mich alles wieder an einen kleinen Plastiksack erinnert, der bei mir seit Jahren in einem Schrank und auch mir auf dem Magen liegt und wohl noch von der Jungmannschaft stammt. Sein Inhalt: Eine 100-Schuss-Leuchtkugelbatterie und eine Dicke Berta. Beide mit dem Hinweis: «Darf nicht an Personen unter 18 Jahren abgegeben werden.» Will ich auch nicht, und auch nicht an über 18-Jährige. Was aber tun damit, wie entsorgen? Ich will ja nicht, dass die Dinger in der Kehrichtverbrennungsanlage losgehen. Im Internet rät man mir, das Feuerwerk mit Kaufquittung beim Verkäufer zurückzugeben. Ich habe aber keine und weiss auch nicht, wo das Zeugs herkommt. Unschädlich machen? Soll gehen, indem man die Dinger über Nacht ins Wasser legt und dann entsorgt. Ich bin nicht restlos überzeugt, recherchiere und komme zum Schluss: das Thema meiner Dicken Berta ist viel zu knifflig, um es hier in zwei Sätzen abzuhandeln. Deshalb: Sie lesen von mir, versprochen.
j.duschletta@engadinerpost.ch
Immerhin hat mich alles wieder an einen kleinen Plastiksack erinnert, der bei mir seit Jahren in einem Schrank und auch mir auf dem Magen liegt und wohl noch von der Jungmannschaft stammt. Sein Inhalt: Eine 100-Schuss-Leuchtkugelbatterie und eine Dicke Berta. Beide mit dem Hinweis: «Darf nicht an Personen unter 18 Jahren abgegeben werden.» Will ich auch nicht, und auch nicht an über 18-Jährige. Was aber tun damit, wie entsorgen? Ich will ja nicht, dass die Dinger in der Kehrichtverbrennungsanlage losgehen. Im Internet rät man mir, das Feuerwerk mit Kaufquittung beim Verkäufer zurückzugeben. Ich habe aber keine und weiss auch nicht, wo das Zeugs herkommt. Unschädlich machen? Soll gehen, indem man die Dinger über Nacht ins Wasser legt und dann entsorgt. Ich bin nicht restlos überzeugt, recherchiere und komme zum Schluss: das Thema meiner Dicken Berta ist viel zu knifflig, um es hier in zwei Sätzen abzuhandeln. Deshalb: Sie lesen von mir, versprochen.
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Jon Duschletta
j.duschletta@engadinerpost.ch
Jon Duschletta ist seit 2012 Redaktor bei der «Engadiner Post/Posta Ladina».
Jon Duschletta ist seit 2012 Redaktor bei der «Engadiner Post/Posta Ladina».
PS werden von den Redaktorinnen und Redaktoren der Engadiner Post / Posta Ladina geschrieben und erscheinen wöchentlich in der Samstagsausgabe der EP/PL.


Ich hätte die Gelegenheit an Sylvester genutzt und das Zeug endlich abgebrannt, statt mir lange den Kopf zu zerbrechen. Allemal besser als das Zeug jahrelang zuhause im Schrank zu lagern. ;-)