Chalandamarz – bei dieser Tradition werde ich jedes Jahr emotional. Ich liebe dieses Brauchtumm von Kindesbeinen an. Die Rösas in allen Farben, die blauen Bauernblusen, rote Tücher und Mützen, die dekorierten Hüte bei den Jugendlichen – hach, was für ein schönes Bild! Und dann unsere Chalandamarz-Lieder ... Ich kann jede Strophe noch auswendig und singe sie im Kopf mit, wenn die Kinderschar auf den Dorfplätzen anhält, um das Publikum mit Gesang zu erfreuen. Zugegeben, es hat auch jedes Mal ein paar «corvs» dabei. Raben nannte einer meiner Lehrer früher jene Kinder, die inbrünstig sangen, ohne einen einzigen Ton richtig zu treffen. Aber das gehört zu Chalandamarz dazu, genauso wie das laute Peitschenknallen.
Jedes Jahr am 1. März mussten meine Kinder für mich vor dem Haus in Chalandamarz-Montur für ein Erinnerungsbild posieren. Es ist dieses ein Sujet, an dem man die Entwicklung der beiden vom Baby bis zum jungen Menschen besonders gut vergleichen kann. Schon letztes Jahr fehlte auf dem Bild mein Sohn, der inzwischen volljährig ist. Und dieses Jahr werde ich das letzte Bild meiner Tochter in blauer Bluse machen. Sie ist in der neunten Klasse, es ist ihr letzter Chalandamarz-Umzug. Ich werde ganz wehmütig bei diesem Gedanken. Immerhin ist es ein krönender Abschluss, denn meine «Kleine» wird Dirigentin sein. Ich werde also an vorderster Front stehen, um die Gesangseinlagen der Schülerschaft von Scuol zu filmen und fotografieren.
Wie es wohl nächstes Jahr sein wird, so ganz ohne Chalandamarz-Kind? Ich könnte ja anbieten, für Eltern einzuspringen, die nicht beim Umzug dabei sein können. Rösas basteln kann ich ja, Blusen und Glocken sind im Hofmann-Fundus zuhauf vorhanden und die Lieder könnte ich zum gemeinsamen Üben sogar vorsingen. Interessierte Eltern können sich gerne bis am Tag vor Chalandamarz 2027 bei mir eingefleischtem Chalandamarz-Fan melden.
f.hofmann@engadinerpost.ch
Jedes Jahr am 1. März mussten meine Kinder für mich vor dem Haus in Chalandamarz-Montur für ein Erinnerungsbild posieren. Es ist dieses ein Sujet, an dem man die Entwicklung der beiden vom Baby bis zum jungen Menschen besonders gut vergleichen kann. Schon letztes Jahr fehlte auf dem Bild mein Sohn, der inzwischen volljährig ist. Und dieses Jahr werde ich das letzte Bild meiner Tochter in blauer Bluse machen. Sie ist in der neunten Klasse, es ist ihr letzter Chalandamarz-Umzug. Ich werde ganz wehmütig bei diesem Gedanken. Immerhin ist es ein krönender Abschluss, denn meine «Kleine» wird Dirigentin sein. Ich werde also an vorderster Front stehen, um die Gesangseinlagen der Schülerschaft von Scuol zu filmen und fotografieren.
Wie es wohl nächstes Jahr sein wird, so ganz ohne Chalandamarz-Kind? Ich könnte ja anbieten, für Eltern einzuspringen, die nicht beim Umzug dabei sein können. Rösas basteln kann ich ja, Blusen und Glocken sind im Hofmann-Fundus zuhauf vorhanden und die Lieder könnte ich zum gemeinsamen Üben sogar vorsingen. Interessierte Eltern können sich gerne bis am Tag vor Chalandamarz 2027 bei mir eingefleischtem Chalandamarz-Fan melden.
f.hofmann@engadinerpost.ch
Fadrina Hofmann
f.hofmann@engadinerpost.ch
Fadrina Hofmann ist seit 2023 Redaktorin bei der «Engadiner Post/Posta Ladina».
Fadrina Hofmann ist seit 2023 Redaktorin bei der «Engadiner Post/Posta Ladina».
PS werden von den Redaktorinnen und Redaktoren der Engadiner Post / Posta Ladina geschrieben und erscheinen wöchentlich in der Samstagsausgabe der EP/PL.

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