Die letzte Gemeindeversammlung des laufenden Jahres behandelte am Donnerstagabend ein einziges Traktandum, das Budget 2026. Die Stimmberechtigten – insgesamt 46 anwesende Personen – genehmigten dieses oppositionslos. Die Erfolgsrechnung der Gemeinde Samedan rechnet für das nächste Jahr mit einem Aufwandüberschuss von 3,6 Millionen Franken. In der Investitionsrechnung sind Bruttoinvestitionen von 3,7 Millionen Franken für das 2026 vorgesehen. Bis ins Jahr 2030 sind weitere 17 Millionen Franken Investitionen geplant.
Der Steuerfuss bleibt unverändert bei 75 Prozent der einfachen Kantonssteuer. Ebenfalls unverändert bleiben die Liegenschaftssteuer von 1,5 Promille sowie die Abgabe für die Sondernutzung des öffentlichen Grundes zum Bau und Betrieb des elektrischen Verteilnetzes von 1,5 Rappen/Kilowattstunde. Den Finanzplan für die Jahre 2027 bis 2030 hat die Gemeindeversammlung zustimmend zur Kenntnis genommen.
Die Gemeinde Samedan verfügt aktuell über eine solide finanzielle Basis. Seit Anfang 2014 konnte die Verschuldung von damals 56 auf noch sieben Millionen Franken abgebaut werden. In der Folge wurde der Steuerfuss in zwei Schritten von 95 auf 75 Prozent gesenkt. Die mittelfristigen Aussichten sind jedoch weniger positiv. Die Kosten der Gesundheitsversorgung im Oberengadin stellen für die Gemeinde eine langfristig bedeutende finanzielle Herausforderung dar. Insbesondere die unklare Entwicklung des Spitals Oberengadin und die möglichen finanziellen Auswirkungen auf die Gemeinde bleiben zentrale Unsicherheitsfaktoren für die zukünftige Finanzplanung. (pre)



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