An seiner 11. ordentlichen Generalversammlung am 24. Februar hat der Verein Pro Eishalle Engadin einstimmig die Auflösung beschlossen. Wie der Verein in einer Mitteilung schreibt, ist der Entscheid Ausdruck der erfüllten Zielsetzung: Mit der Annahme des Projekts «Islas» durch das St. Moritzer Stimmvolk am 30. November 2025 ist der politische Weg für den Bau einer gedeckten Eishalle frei. Die Halle soll als Teilprojekt auf dem Areal Islas bis 2030 realisiert werden.

Der Wunsch nach einer gedeckten Eishalle beschäftigt die Region seit über 50 Jahren. Mehrere politische Anläufe scheiterten in der Vergangenheit. Mit der Gründung des Vereins im Jahr 2015 erhielt das Anliegen neuen Schub. Ziel war es, Kräfte zu bündeln, die Bevölkerung zu informieren und eine mehrheitsfähige Lösung zu erar­beiten. 2017 wurde eine regionale Abstimmung in allen Engadiner Gemein­den deutlich angenommen. Nachdem sich der St. Moritzer Gemeindevorstand 2023 strategisch auf das Projekt fokussiert hatte, folgte Ende 2025 der entscheidende politische Durchbruch.

Vermögen geht an den Nachwuchs
An der Generalversammlung genehmigten die Stimmberechtigten sämtliche Traktanden einstimmig. Die Jahresrechnung 2025 schliesst – abgesehen von den Abstimmungsaufwendungen – dank namhafter Spenden positiv ab. Nach Abzug aller Kosten verbleiben rund 50 000 Franken Vereinskapital. Dieses wird gemäss Beschluss der Versammlung vollum­fänglich für die Nachwuchsförderung regionaler Eissportvereine eingesetzt. Die Hälfte des Betrags geht an den EHC St. Moritz, weitere Anteile erhalten der ISC St. Moritz, der Eisstock Club St. Moritz, der St. Moritz Curling Club sowie Hockey Grischun Sud.

Der Vorstand begründete die Auflösung mit der veränderten Ausgangslage. Das Projekt sei politisch verankert, nun stünden bautechnische Planung, Ingenieurleistungen und professionelle Projektsteuerung im Vordergrund. Die Versammlung folgte dieser Argumentation einstimmig. Die Liquidation und Archivierung der Unterlagen erfolgen ordnungsgemäss.

Im Anschluss informierte Gemeindevorstand Gian Marco Tomaschett über den Stand der Arbeiten. Das Baugesuch befindet sich in Vorbereitung und soll im Frühling 2026 eingereicht werden. Nach der kantonalen Prüfung ist der Spatenstich im Sommer oder Herbst vorgesehen. Die Fertigstellung der gedeckten Eishalle ist weiterhin bis 2030 geplant. Mehrere Votanten würdigten das langjährige Engagement des Vorstands, insbesondere von Präsident Gian Reto Staub. Mit der Auflösung des Vereins endet ein elfjähriges Kapitel – die Realisierung der Eishalle tritt in die nächste Phase. 

Medienmitteilung Verein Pro Eishalle Engadin
Foto: Michel Pelazzi