Eine Medienmitteilung mit Zündstoff erreichte am vergangenen Freitagnachmittag die Redaktionen. Die zentrale Botschaft: Die Kulm Engadin Immobilien AG hat von der Chris Silber St. Moritz AG die Parzelle «Serletta Süd» mit dem früheren Hauptpostgebäude erworben. Zusammen mit der Parzelle «Serletta Nord» besitzt die neue Eigentümerin nun ein Grundstück, das bezüglich Lage und baulicher Entwicklung in St. Moritz seinesgleichen sucht. Doch was planen die neuen Eigentümer mit den beiden Parzellen, die durch die Via Serlas getrennt sind?
Auf Nachfrage ist nicht viel mehr zu erfahren, als das, was bereits in der Medienmitteilung (siehe EP/PL vom Dienstag) stand: Man prüfe ohne Zeitdruck und sorgfältig mögliche Entwicklungsszenarien. «Ziel ist eine sinnvolle Gesamtkonzeption für Serletta Nord und Süd», schreibt Katja Grauwiler, die für Medienanfragen beide Parteien vertritt. Diese seien sich bewusst, dass ein hohes öffentliches Interesse an der künftigen Entwicklung in diesem Gebiet bestehe. Dementsprechend soll die Gemeinde St. Moritz frühzeitig in die Überlegungen einbezogen werden. Ebenso sei ein transparenter Austausch mit weiteren Anspruchsgruppen geplant – darunter selbstverständlich auch mit der Bevölkerung.
Mit dem Kauf der Parzelle «Serletta Süd» ist die neue Eigentümerin auch Besitzerin des alten Hauptpostgebäudes, das seit einem Jahrzehnt nicht mehr als solches genutzt wird. Zum baulichen Zustand und zu allfälligen Sanierungs- oder Rückbaufragen bestehen gemäss Katja Grauwiler zurzeit keine Entscheide, die kommuniziert werden können. «Bis zu einer allfälligen neuen Planung bleibt die aktuelle Situation unverändert.»
Warum aber der Verkauf der Parzelle gerade jetzt, nach einem langjährigen Rechtsstreit? Was sagt die Gemeinde? Was der Tourismus und was die politischen Fraktionen? Antworten auf diese Fragen gibt es in der EP/PL vom 12. März




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