Die Societed Glista Libra ist Geschichte: Der Verein hat sich kürzlich aufgelöst, wie er in einer Mitteilung schreibt. Gegründet worden war die Gruppierung 2007 nach der Annahme der Zweitwohnungsinitiative im Oberengadin. Diese hatte den Zweitwoh­nungsbau in der Region kontingentiert und damit eine intensive politische Diskussion über die räumliche Entwicklung ausgelöst. Bei den ersten Wahlen in den Kreisrat Oberengadin wurden alle elf Kandidierenden der Glista Libra gewählt.

Im Kreisrat engagierte sich die Gruppierung insbesondere in Fragen der Raumplanung und der regionalen Entwicklung. Sie setzte sich für eine breite öffentliche Diskussion bei raumpla­nerischen Fragen ein und beteiligte sich unter anderem an Debatten rund um den Flugplatz sowie um Projekte im Gesundheitsbereich. Auch Anliegen des öffentlichen Verkehrs gehörten zu ihren politischen Schwerpunkten.

Die kantonale Gebietsreform mit der Abschaffung der Kreise lehnte die Glista Libra ab. Mit dem Wegfall des Regionalparlaments habe der Verein seine politische Funktion verloren. Aus diesem Grund sei die Societed Glista Libra aufgelöst worden. 

Medienmitteilung: Societed Glista Libra