Über Jahrzehnte hinweg prägten die Celeriner Bündnerinnen das soziale Leben im Dorf mit. Während des Zweiten Weltkriegs und in den Jahren danach strickten sie für das Spital und die Soldatenfürsorge, organisierten den Kindergarten während der Wintermonate und engagierten sich später mit zahlreichen gemeinnützigen Aktivitäten. Auch der Brunnen vor dem Gemeindehaus wurde von den Bündnerinnen gestiftet.

In späteren Jahren organisierten die Frauen unter anderem Mittagessen für Seniorinnen und Senioren sowie Bazare und Flohmärkte zugunsten gemeinnütziger Organisationen. Mit der Zeit fehlte jedoch der Nachwuchs, weshalb sich die Sektion als eine der letzten im Kanton zur Auflösung entschied. Am letzten Donnerstag fand im Hotel Saluver in Celerina das Schlussfest mit der letzten Generalversammlung statt. Zahlreiche Aktiv- und Passivmitglieder sowie Gäste nahmen teil und erinnerten sich gemeinsam an viele Jahre Vereinsleben und Engagement für die Dorfgemein­schaft. Damit endet in Celerina ein Stück gelebte Dorfgeschichte.

Mitteilung Bündnerinnen-Sektion Celerina