Ein starker geomagnetischer Sturm der Stufe G4 hat die Erde am Montagabend um 20.38 Uhr erreicht. Je höher die Stufe (G1 bis G5), desto stärker sind Polarlichter. Sonnenstürme können Störungen bei Satelliten, GPS, Funkverbindungen und Stromnetzen verursachen. Gemäss weiteren Angaben des SWPC handelt es sich beim aktuellen Naturphänomen um ein Sonnenstrahlungssturm der Stufe S4 (S1 bis S5). Polarlichter entstehen, wenn Teilchen eines Sonnensturms auf das Magnetfeld der Erde treffen. Die Polarlichter kommen am häufigsten nördlich oder südlich der jeweiligen Polarkreise vor, also in den polaren Gebieten. Die Farben hängen davon ab, in welcher Höhe der Atmosphäre die Teilchen auf Sauerstoff oder Stickstoff treffen: Grüne Polarlichter entstehen in niedrigeren Schichten (ca. 100 Kilometer Höhe) und sind in den Polarregionen am häufigsten, während rote Polarlichter in höheren Schichten (ab etwa 200 Kilometer Höhe) leuchten. Bei uns sieht man in klaren Nächten eher rote oder rötlich-rosa Lichter, wobei an manchen Orten dieses Mal auch grünliche Polarlichter fotografiert werden konnten. Zu beachten ist, dass ein schwächeres Polarlicht meist nur durch die Kamera und nicht mit blossem Auge sichtbar ist. Da die Sonnenaktivität inzwischen wieder zurückgegangen ist, sinkt die Wahrscheinlichkeit für die Sichtung von Polarlichtern in unseren Breitengraden wieder drastisch, schreibt das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie Meteo Schweiz. Das Foto wurde im Unterengadin aufgenommen, mit Blick auf Ftan, Piz Clünas und Motta Naluns.
Text: Fadrina Hofmann
Foto: Mayk Wendt
Foto: Mayk Wendt



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