Insgesamt mussten im vergangenen Jahr 3969 Personen beim Bergsport gerettet werden. Das sind rund elf Prozent mehr als im Durchschnitt der Jahre 2020 bis 2024. 98 Personen kamen beim klassischen Bergsport ums Leben – so wenige wie seit zehn Jahren nicht mehr.
Graubünden stark betroffen
Graubünden gehört zu den stärker betroffenen Bergregionen. In den Bündner Alpen wurden 2025 insgesamt zwölf tödliche Bergsportunfälle registriert. Das entspricht rund zwölf Prozent aller Todesfälle in den Schweizer Bergen. Noch deutlich höher liegt die Zahl in den Walliser Alpen mit 38 Todesfällen.
Wanderunfälle häufen sich
Fast die Hälfte aller Bergnotfälle ereignete sich beim Wandern oder Bergwandern. Je rund 14 Prozent der Einsätze entfielen auf Skitouren und Hochtouren. Häufigste Ursachen für Notfälle sind Stürze. Ebenfalls häufig sind Blockierungen, Erschöpfung oder dass sich Personen verirren.
Auffällig ist, dass immer mehr Menschen unverletzt gerettet werden. Rund 1500 Personen wurden 2025 unversehrt geborgen. Viele von ihnen waren erschöpft, hatten sich verirrt oder kamen in schwierigem Gelände nicht mehr weiter. Dank Mobiltelefonen und gut organisierter Rettungsdienste kann heute schneller Hilfe gerufen werden, sodass Rettungen häufiger erfolgen, bevor es zu Verletzungen kommt.
Die meisten Notfälle im Sommer
Die meisten Bergnotfälle passieren in den Sommermonaten. Besonders viele Einsätze gab es im Juli und August, da zu dieser Zeit die meisten Menschen in den Bergen unterwegs sind. Bei schlechtem Wetter gehen die Einsatzzahlen hingegen zurück.
Der SAC weist darauf hin, dass eine gute Tourenplanung, realistische Selbsteinschätzung, passende Ausrüstung und das Beachten der Wetterverhältnisse entscheidend sind, um Unfälle zu vermeiden.
Medienmitteilung: SAC/ep
Foto: Alpine Rettung Schweiz
Grafik: SAC
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